Lastenräder gehen nun in die Verlängerung

Ein spezielles Brennstoffzellenmodul, das die Reichweite von Lastenrädern erhöht, soll batteriebetriebene Konkurrenten vom Platz verweisen.

Das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat das Brennstoffzellenmodul FCREX (Fuel-Cell-Range-Extender) für den Betrieb in Lastenrädern entwickelt. Es lässt sich in wenigen Sekunden betanken, hat eine größere Reichweite und ungefähr die doppelte Lebensdauer im Vergleich zu batteriebetriebenen Systemen.

Der Brennstoffzellen-Stack ist aus robusten metallischen Bipolarplatten aufgebaut. Zudem besitzt es ein innovatives Kaltstartmodul, das mit Metallhydriden – eine Verbindung von Metallen und Wasserstoff – arbeitet und das System vorheizt, ohne dem System Energie zu rauben und damit die Reichweite zu verkürzen.

Laut dem Hersteller soll das FCREX-Modul auch bei tiefen Temperaturen seinen Dienst zuverlässig versehen. Anspruchsvolle Steigungen, hohe Lasten, zu kühlende Fracht und gegebenenfalls eine beheizte Fahrerkabine sollen für das DLR-Brennstoffzellenmodul kein Problem darstellen. Durch die signifkant höhere Energiemenge wird schließlich die Zuladung und nicht mehr die Reichweite zum limitierenden Faktor, wodurch sinnvollere Logistikketten gefahren werden können.

Zum Einsatz kommen soll das Modul „FCREX“ auf dem Lastenfahrrad „MovR“ der in Bremen ansässigen Firma Rytle. Das dahinterstehende Logistikkonzept besteht aus vier Komponenten: dem elektrisch-angetriebenen Lastenfahrrad (MovR), einem genormten Transportbehälter (Box), der Verteilerstation (Hub) und dem digitalen Bediensystem (App).

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Veröffentlicht: 09. Mai 2018 von Lukas Klamert, Traktuell